Bezirk Mittelfranken
Bezirk Mittelfranken

Geschichte des Bezirks Mittelfranken

1806
Maximilian Graf von Montgelas und König Max I. Josef von Bayern realisieren ihre Vorschläge über die Staatenreform bei der Proklamation Bayerns als Königreich. Preußen tritt Stadt und Fürstentum Ansbach an Napoleon ab, der damals mit Bayern im Rheinischen Bund alliiert war. Neuordnung des Staatsgebietes nach dem Vorbild Frankreichs mit zentralistischer Gliederung im Departement-System in 15 etwa gleich große Kreise. In Mittelfranken entstehen der Rezat- und der Pegnitzkreis.

1817
Die Zahl der Kreise wird auf sieben bzw. acht (mit der Rheinpfalz) verringert. Der Pegnitzkreis wird dem Rezatkreis zugeordnet. Ansbach wird Bezirkshauptstadt.

1828
König Ludwig von Bayern erlässt am 25. August das Gesetz "Die Einführung der Landräthe betreffend". Im Dezember werden die sieben bayerischen Regierungen durch den König angewiesen, die Wahl zur Bildung der "Landräthe" vornehmen zu lassen.

1829
Ein königliches Schreiben vom 4. August gibt die erste "Landrathsperiode" (1829/30) der Regierung des Rezatkreises, der in etwa dem heutigen Mittelfranken entspricht, bekannt.

1837
Die bisherigen Kreisnamen werden durch Stammesnamen ersetzt. Aus dem Rezatkreis wird das heutige Mittelfranken.

1919
Am 22. Mai bringt das Selbstverwaltungsgesetz den Bezirken, die damals Kreise hießen, ihren heutigen Rechtsstatus als Gebietskörperschaften

Während der Zeit des Nationalsozialismus
Weil das Prinzip der Selbstverwaltung mit dem Wesen des nationalsozialistischen Herrschaftssystems unvereinbar war, erließ die nationalsozialistisch umgebildete Regierung in München am 7. April 1933 auf exekutivem Weg das „Gesetz zur Gleichschaltung der Gemeinden und Gemeindeverbänden mit Land und Reich“. Die Selbstverwaltung nach demokratischem Prinzip war damit beseitigt.

1946
Obwohl die Verfassung des Freistaates Bayern von 1946 für das Gebiet jedes Bezirks die Bildung eines Gemeindeverbandes als Selbstverwaltungskörper vorsieht, ist eine Anpassung des Rechtes an diese Grundsätze zunächst unterblieben.

1953
Die Bezirksordnung für den Freistaat Bayern wird beschlossen.

1954
Im November finden erstmals die Wahlen zum Bezirkstag Mittelfranken statt. Die Bezirksräte werden von den Bürgern Mittelfrankens direkt für die Dauer von vier Jahren (ab 1998 von fünf Jahren) gewählt. Der Bezirkstag ist die Vertretung der Bezirksbürger (Artikel 22 Bezirksordnung).

1978
Nach einer Novellierung der Bezirksordnung haben die Bezirke erstmals in ihrer Geschichte eine eigenständige Verwaltung, nachdem bis dahin der Bezirk durch die Regierung mitverwaltet wurde. Am 11.02.1978 wird ein Verbundvertrag zwischen dem Bezirk Mittelfranken und der Regierung von Mittelfranken geschlossen, so dass der kostensparende Verbund zwischen dem kommunalen Bezirk und der staatlichen Regierung bestehen bleibt. Die Regierung leistet dem Bezirk allgemeine Hilfestellung bei der Durchführung seiner Aufgaben. Diese Zusammenarbeit hat sich bisher stets bewährt.

1979
Zusammenschluss der sieben bayerischen Bezirke zu einem kommunalen Spitzenverband - dem Verband der bayerischen Bezirke.

2001
Anhörung im Bayerischen Landtag zur Reform der bayerischen Bezirke. Aus dieser gehen die Bezirke als dritte kommunale Ebene gestärkt hervor.

Unterzeichnung der ersten tri-nationalen Regionalpartnerschaft (Mittelfranken – Limousin – Pommern).

2005
Gründung des Kommunalunternehmens Bezirkskliniken Mittelfranken für die klinischen Einrichtungen des Bezirks Mittelfranken.

2008
Übertragung der ambulanten Eingliederungshilfe in die Zuständigkeit der Bezirke. Die sieben bayerischen Bezirke sind nun für die stationären, teilstationären und auch für die ambulanten Hilfen für geistig, körperlich und seelisch behinderte Menschen zuständig.

© Bezirk Mittelfranken, Danziger Str. 5, 91522 Ansbach, www.bezirk-mittelfranken.de, Tel.: 0981/4664-0

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