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Wolfram-von-Eschenbach-Preis für Heyduck

Bezirkstag votierte einstimmig für Malerin aus Schwarzenbruck


Ansbach – Der mit 10.000 Euro dotierte Wolfram-von-Eschenbach-Preis geht an die Malerin und Grafikerin Brigitta Heyduck aus Schwarzenbruck. Diesen einstimmigen Beschluss des Bezirkstags gab Bezirkstagspräsident Richard Bartsch während der heutigen Sitzung bekannt. Die drei, jeweils mit 4.000 Euro dotierten Förderpreise erhalten das Saxophon-Quartett „Fiasco Classico“, Nürnberg, der fränkische Liedermacher und Dichter Wolfgang Buck, Walsdorf bei Bamberg, und die bildende Künstlerin Ursula Kreutz aus Fürth. Bartsch wird Preise den Künstlern am Dienstag, 21. Oktober, um 17 Uhr in Wolframs-Eschenbach überreichen.

Brigitta Heyduck, in Breslau geboren und seit über 50 Jahren in Mittelfranken lebend, zählt zu den herausragenden Künstlerinnen der Gegenwert in der Region. Sie studierte von 1955 bis 1961 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und schloss dort mit Auszeichnung ab. Von 1958 bis 1959 erhielt sie ein Stipendium für die „Schule des Sehens“ bei Oskar Kokoschka. Seit 1961 arbeitet sie als freischaffende Malerin und Grafikerin in ihrer eigenen Litho- und Radierwerkstatt und gehört seit langem zu den renommiertesten Malerinnen und Grafikerinnen der Region. Bereits 1961 erhielt sie den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, 1982 den Schlesischen Kulturpreis, des Landes Niedersachsen und 2002 den Großen Preis des Verlegers der Nürnberger Nachrichten. 2004 wurde sie mit dem mit 10.000 Euro dotierten „Otto-Grau-Kulturpreis“, den der Bezirk als Stiftungsvorstand verwaltet, ausgezeichnet. Viele Ausstellungen, Veröffentlichungen, Auftragsarbeiten und öffentliche Ankäufe zeigen den Umfang ihres künstlerischen Schaffens..

Günter Priesner, Andreas Baur, Dirk Eidner und Heymo Hirschmann bilden zusammen das Ensemble „Fiasco Classico“. Es gründete sich 1982, als der 7. Welt-Saxophon-Kongress in Nürnberg tagte. Das Saxophonquartett existiert und wirkt bis heute – natürlich in wechselnder Besetzung. Neben vielen Konzerten in Deutschland gab es Gastspiele in Frankreich, Italien, Polen, der Schweiz und den USA. Einen Schwerpunkt setzt das Ensemble mit seinem musikpädagogischen Wirken in Schulen. In etwa 30 mittelfränkischen Schulen hat das Quartett die Schüler - und manchmal auch die Lehrer – mit einer Fülle von didaktischen und methodischen Einfällen zum aktiven Umgang mit der Musik animiert und damit künstlerisch-soziologische Impuls gegeben..

Der bekennende Franke Wolfgang Buck bringt menschliche Stärken und Schwächen auf eine unterhaltsame, konstruktive und tiefgehende Weise auf den Punkt, so dass er nicht nur als Künstler, sondern auch als Volkspädagoge bezeichnet werden kann. Buck, 1958 geboren, schreibt seit 1983 Lieder im fränkischen Dialekt und erhielt 1992, 1997 und 2001 den Preis für Songpoeten bei den „Songs an einem Sommerabend“ auf Kloster Banz sowie 1998 den ersten Preis der Bayerischen Musikakademie für fränkische Liedermacher. 2003 gewann er den Kulturpreis des Frankenbunds und 2006 wurde er mit dem Frankenwürfel ausgezeichnet..

Schon seit Jahren untersucht die Fürther Künstlerin Ursula Kreutz, die von 1997 bis 2003 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studierte, die Mechanismen sowohl der individuellen als auch der kollektiven Erinnerung und deren Visualisierung mittels eines künstlerischen Mediums. Ihre Arbeiten präsentiert sie meist in Form von Installationen wie die 1999 zum Nürnberger Friedensmahl entstandene Arbeit „schritttraeger“. 2006 erhielt sie den Katalogpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, ein Jahr später schuf die Künstlerin die räumliche Inszenierung „re:blick“ für die Nürnberger Egidienkirche.


31.07.2008


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