Ehrenbrief an Angelika Feisthammel verliehen

FÜRTH – Angelika Feisthammel aus Burgthann hat sich in außergewöhnlicher Weise und über viele Jahrzehnte hinweg durch ihr vielseitiges Engagement in sozialen, kirchlichen und kommunalpolitischen Bereichen verdient gemacht. Dieses außergewöhnliche Engagement wurde nun mit der Verleihung des Ehrenbriefes des Bezirks Mittelfranken durch Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster im Rahmen der „Wochen der Vielfalt“ bei der Plenumssitzung des Mittelfränkischen Behindertenrates im Jüdischen Museum Franken in Fürth gewürdigt.

„Durch Ihr vielfältiges Engagement sind Sie bestens vernetzt und können so Ihre Stimme stets an der richtigen Stelle erheben. Eine Stimme, die allseits respektiert, bei manch einer oder einem vielleicht sogar ein bisschen gefürchtet ist. Doch von Ihren Erfahrungen, Aussagen, Hinweisen und Ratschlägen profitieren viele Menschen in ganz Mittelfranken“, erklärte Forster. „Es ist mir eine Ehre, Ihnen für Ihr Wirken den Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken zu verleihen und damit unseren Dank, unsere Anerkennung und nicht zuletzt unseren Respekt für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Ausdruck zu bringen.“

Seit 1988 ist Angelika Feisthammel in vielfältigen Bereichen aktiv, insbesondere in der Behindertenarbeit, im Bayerischen Roten Kreuz, in kirchlichen Gremien und in der Kommunalpolitik. Seit 2018 ist sie Vorsitzende des Mittelfränkischen Behindertenrats beim Bezirk Mittelfranken, in dem sie sich unermüdlich für die Belange von Menschen mit Behinderung einsetzt und den Bezirkstag sowie dessen Ausschüsse und Einrichtungen berät. Als Kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Nürnberger Land engagiert sie sich für Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen, zeigt Versorgungslücken auf und fördert Selbsthilfegruppen und örtliche Arbeitsgemeinschaften.

Ab 2001 bis zur pandemiebedingten Unterbrechung leitete Angelika Feisthammel die Begegnungsgruppe für Menschen mit und ohne Behinderung in Postbauer-Heng. Von 2010 bis 2018 war sie Vorsitzende des dortigen Pfarrgemeinderats St. Elisabeth. Dabei setzte sie sich maßgeblich für Barrierefreiheit ein und initiierte unter anderem eine Rampe vom Kirchenparkplatz zur Kirche sowie eine behindertengerechte Toilette im Pfarrheim. Seit 2018 ist sie Mitglied im Sachausschuss Gemeindecaritas des Pfarrgemeinderats in Postbauer-Heng und engagiert sich für kranke, alte und behinderte Menschen.

Die Ehrenbriefträgerin beeindruckt ihre Mitmenschen durch ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft und ihre gelassene Art, mit der sie ihre eigene Behinderung trägt und zugleich als aktive Kämpferin für Inklusion auftritt. Sie setzt sich stets für die Belange ihrer Mitmenschen ein und leistet herausragende Arbeit im sozialen Miteinander. Durch ihr Engagement in zahlreichen Ehrenämtern und durch ihre persönliche Haltung ist sie ein Vorbild für gelebte Inklusion, Gemeinschaftssinn und soziales Engagement. Angelika Feisthammel ist eine starke Persönlichkeit, die sich niemals von ihrer eingeschränkten Beweglichkeit von irgendeinem Vorhaben hat abhalten lassen.

Den Ehrenbrief kann der Bezirk Mittelfranken auf Beschluss des Bezirkstags an Persönlichkeiten verleihen, die sich in den Bereichen Soziales, Umwelt, Wirtschaft, Erziehungs- und Bildungswesen, Jugend und Sport, Kultur oder Sicherheit und Ordnung besonders eingesetzt und Verdienste um Mittelfranken erworben haben.

Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster hat den Ehrenbrief in der Hand und liest die Urkunde vor. Neben ihm sitzt Angelika Feisthammel.
Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster überreicht den Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken im Jüdischen Museum Franken in Fürth an Angelika Feisthammel. Bildnachweis: Tatjana Scharrer/Jüdisches Museum Franken in Fürth, Schnaittach & Schwabach