Die Psychosozialen Suchtberatungsstellen

Psychosoziale Suchtberatungsstellen bilden einen zentralen Baustein der Suchthilfe in Bayern. Durch ihre flächendeckende Präsenz (im Gebiet des Bezirks Mittelfranken sind elf psychosoziale Suchtberatungsstellen mit zusätzlichen Außenstellen aktiv), das niedrigschwellige Setting und die multiprofessionelle Personalausstattung erreichen sie eine große Zahl hilfesuchender Menschen mit Suchtproblemen sowie deren Angehörige. Sie wirken dabei eigenständig und als Knotenpunkt eines umfassenden Netzwerks von präventiven, akutmedizinischen, psychosozialen und rehabilitativen Angeboten des Versorgungssystems in den Regionen.

Durch eine möglichst umfassende Beratung und Betreuung sollen sie eine Ausgliederung suchtkranker Menschen aus der Gesellschaft verhindern und die Wiedereingliederung unterstützen.

Das Beratungsangebot der Psychosozialen Suchtberatungsstellen erfolgt niederschwellig, d. h. ohne Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Klienten/innen.

Die ambulante und psychosoziale Beratung und Betreuung wird durch das in den Beratungsstellen eingesetzte Fachpersonal erbracht; es handelt sich hierbei in der Regel um Psychologen/innen mit einem Masterabschluss und Sozialpädagogen/innen mit einem Bachelorabschluss. Auch verfügen viele Fachkräfte über eine suchtspezifische Zusatzqualifikation.

Psychosoziale Suchtberatungsstellen werden von den Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen angeboten. Die Träger übernehmen mittels ihrer Dienste in ihrem Einzugsbereich folgende Aufgaben:

  • Clearing/ Kurzberatung
  • Sekundärprävention
  • Beratung
  • Vermittlung
  • Angebot von indikativen Gruppen
  • Betreuung und Begleitung
  • Psychosoziale Begleitung von Substituierten
  • Krisenintervention
  • Aufsuchende Tätigkeit
  • Klientenbezogene Vernetzung

Weiterführende Links

Weiterführende Seiten

Downloads