Forschungsstelle „Bezirk im Nationalsozialismus“
Die Forschungsstelle hat den Auftrag, die Geschichte des Bezirks Mittelfranken im Nationalsozialismus aufzuarbeiten. Dies ist neben der Erforschung des Gremiums auch die Erfoschung der Geschichte der mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten Erlangen und Ansbach, die eng mit den nationalsozialistischen Krankenmorden verbunden sind. Über diese wurden im Rahmen der Aktion „T4“ die Transporte in die Tötungsanstalten organisiert und hunderte von Erwachsenen und Kindern durch Medikamente, Vernachlässigung und Nahrungsentzug vor Ort ermordet.
Der Bezirk Mittelfranken sieht sich als Träger der Bezirkskliniken - die Nachfolgeorganisationen der Heil- und Pflegeanstalten - in der Verantwortung, die Verbrechen, die in der Zeit des Nationalsozialismus an kranken Menschen und Menschen mit Behinderung begangen wurden, zu erforschen und in Erinnerung zu halten.
Noch heute gibt es zahlreiche Angehörige von Opfern der NS-„Euthanasie“. In der Forschungsstelle des Bezirks finden Angehörige nicht nur eine Anlaufstelle, sondern erhalten bei Bedarf Hilfestellung bei Recherchen. Dazu werden gemeinsam mit Angehörigen regelmäßig offene Treffen angeboten.
Veranstaltungen:
Samstag, 25. Juli 2026, 16 Uhr
Offenes Treffen für Angehörige von Opfern der NS-„Euthanasie“
Führung durch die Ausstellung „Eiskalt sind die!“ zu Diakonie und Nationalsozialismus in Bayern mit den Dr. Thomas Greif/Leitung Rummelsbergmuseum, Martina Fritze/Diakonin und Angehörigen eines Rummelsberger Opfers mit anschließender Möglichkeit zum gemütlichen Zusammensein
Treffpunkt: Eingang Diakoniemuseum Rummelsberg, Rummelsberg 47, 90592 Schwarzenbruck