MÖNCHSROTH – Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster besuchte kürzlich die Klosterkirche St. Peter und Paul in Mönchsroth. Die Kirche entstand in ihrer jetzigen Gestalt in der Mitte des 15. Jahrhunderts und soll nun saniert werden. 1486 wurde der Bau von Weihbischof Ulrich eingeweiht. Durch das Wirken des als Maler bekannt gewordenen Pfarrers Georg Bickel erfuhr die Klosterkirche eine neue Aufwertung.
Von 1889 bis 1924 war er in der Gemeinde tätig und führte von 1902-1908 Renovierungsarbeiten durch. Als Ersatz für den nach den Bauernunruhen provisorisch errichteten Altar beschaffte er den im Chorraum stehenden neugotischen Flügelaltar und besorgte dessen malerische Ausgestaltung. Auf diese Weise gelangten originalgetreue Kopien von Albrecht Dürer und Hans Holbein d. J. in die Klosterkirche. Für die Nordseite des Chores erstellte er 1921 eine Gefallenengedenktafel, für deren Mitte er mit dem Motiv der ausziehenden Christengruppe eine Teilkopie aus dem Gemälde des Münchner Hofmalers Wilhelm von Kaulbach "Die Zerstörung Jerusalems" anfertigte.
Das Pfarrerehepaar Reese eröffnete 2016 in der Klosterkirche die Bickelgalerie, in der zahlreiche Werke des Malerpfarrers zu bestaunen sind.