NÜRNBERG – Das Projekt „Kultouren für alle“ der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus gGmbH in Nürnberg wurde mit einem der beiden mit 2.500 Euro dotierten Inklusionspreise 2026 des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet. Seit 2022 gehören die inklusiven Führungen fest zum Nürnberger Stadtbild und tragen ganz konkret dazu bei, dass Inklusion in der Stadt selbstverständlich wird. Das Besondere an den „Kultouren für alle“-Stadtführungen ist, dass sie jeweils von einer Person mit und einer Person ohne Behinderung entwickelt wurden und auch gemeinsam geleitet werden. Diese sogenannten Kultour-Tandems bieten Führungen an acht Standorten in Nürnberg an. So kann man zum Beispiel den Hauptmarkt, das Rathaus, das Heilig-Geist-Spital, den Saal 600 oder die Klarakirche kennenlernen und ganz neue Perspektiven erfahren.
Ein Erfolgsfaktor für das Projekt ist der Leitgedanke der Inklusion „Nichts über uns ohne uns“, dem das Inklusionsteam der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus bei allen seinen Projekten folgt. Im Rahmen einer Feierstunde im Caritas-Pirckheimer-Haus überreichte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster die Auszeichnung an die Vertreterinnen und Vertreter der Kultour-Tandems. „Inklusion ist ein Ziel, das der Bezirk Mittelfranken nicht nur als Aufgabe, sondern als Herzensangelegenheit sieht. Deshalb hat der Bezirkstag vor 10 Jahren den Inklusionspreis ins Leben gerufen hat“, erklärte Forster. „Ich freue mich sehr, dass wir zum Jubiläum die Kultour-Tandems der Akademie Caritas-Pirckheimer auszeichnen dürfen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Stadtführungen in Nürnberg für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und erlebbar werden. Damit zeigen die „Kultouren für alle“ auf anschauliche und einfache Weise, wie Inklusion im Alltag gelingen kann.“
Der Bezirk Mittelfranken verleiht den Inklusionspreis jährlich. Mit der Prämierung und Veröffentlichung können Menschen, Organisationen, Einrichtungen und Vereine sehen und lernen, wie Barrieren in der Gesellschaft abgebaut werden können. Der Inklusionspreis möchte Anregung und Motivation sein, sich aktiv an diesem Prozess der Veränderung und der Gleichberechtigung für Menschen zu beteiligen. Der mittelfränkische Bezirkstag hat in diesem Jahr beschlossen, die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung auf zwei Preisträger mit je 2.500 Euro aufzuteilen. Neben der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus gGmbH erhielt den Inklusionspreis 2026 zudem das Projekt „Inklusive Streuobstwiese“ des Fachbereichs Autismus der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung gGmbH in Hersbruck.