Minimierung einer Versorgungslücke

ANSBACH – Der Runde Tisch Sucht im Bezirk Mittelfranken befasst sich in seinen Tätigkeiten unter anderem mit Schwierigkeiten von Schnittstellen im Hilfesystem. Gerade der Übergang zwischen Jugend- und Suchthilfe wird hier als äußerst wichtig angesehen. Die Diakonie Nürnberger Land teilte der Bezirksverwaltung mit, dass eine bereits genehmigte Stelle für den Kontaktladen im Nürnberger Land nicht mehr benötigt wird. Der Träger bekräftigt darin, dass diese Stelle stattdessen zielgerichtet für den Übergang der Jugend- und Suchthilfe eingesetzt werden soll. Ein Erstkontakt sowie Substanzmissbrauch, riskanter Konsum und der Einstieg in eine oftmals langjährige Suchterkrankung beginnen häufig bereits im Jugendalter. Eine adäquate Versorgung dieser Altersgruppe stellt aus fachlicher Sicht demnach eine wichtige Intervention in Verbindung mit der Vermeidung daraus entstehender Folgekosten im Erwachsenenalter dar.

Mit der sich ergebenden Möglichkeit der Stellenrückgabe hat die Bezirksverwaltung in Abstimmung mit dem Leitungsgremium der Suchtberatungsstellen ADMES unter gleichzeitiger Einbindung der Bezirksdelegierten von Erziehungsberatungsstellen das Konzept „connect2act“ erarbeitet, das durch die Stadtmission Nürnberg und die mudra Drogenhilfe umgesetzt werden soll.

Das Konzept und ein Ergänzungsprojekt stehen nun auf der Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung des Sozialausschusses des Bezirks Mittelfranken. Diese findet am Donnerstag, den 18. Juni, um 9:30 Uhr im Saal Mittelfranken des Bezirksrathauses in der Danziger Straße 5 in 91522 Ansbach statt.

Weiterhin beschäftigen sich die Mitglieder des Ausschusses unter anderem mit dem Autismuskompetenzzentrum Mittelfranken, mit Versorgungsangeboten der Eingliederungshilfe und mit der Förderung bestehender komplementärer Dienste und Einrichtungen sowie von Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen.