Bezirk Mittelfranken

Hand in Hand für gefährdete Biotope

27 Streuobstmanager für den Streuobstpakt Bayern vorgestellt

Triesdorf – Streuobstwiesen zählen zu den ökologisch wertvollsten Biotopen, doch der Bestand ist gefährdet. Seit 1965 sind etwa 70 Prozent der Streuobstbestände in Bayern verschwunden. Um dem entgegenzuwirken, hat der Freistaat Bayern zusammen mit zahlreichen Verbänden, wie mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken, den „Streuobstpakt Bayern“ ins Leben gerufen. Zusätzliches Fachpersonal soll bei der Umsetzung helfen. Dazu hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 27 Stellen geschaffen. In Mittelfranken sind fünf Stellen etabliert worden, zwei bei der Regierung von Mittelfranken und jeweils eine bei den Landkreisen Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim. Bayernweit sollen so knapp 17.000 Fußballfelder mehr Streuobstwiesen entstehen. Damit dies gelingt, werden die Männer und Frauen entsprechend geschult, an den verschiedenen Qualifizierungsmodulen wirken auch die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf mit. Die Bezirkseinrichtung verfügt über ein hohes Fachwissen im Obstbau und bildet derzeit unter anderem auch bereits Baumwarte aus. Bei einer gestrigen Veranstaltung in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf stellte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die 27 Männer und Frauen der Öffentlichkeit vor. "Wir bleiben beim Streuobstpakt auf Kurs. Mit neuem Personal und passgenauen Werkzeugen bringen wir den Pakt vom Tisch in die Landschaft. Wir haben zwei Meilensteine auf dem Weg zum Ziel erreicht: Die Förderrichtlinie steht und die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingestellt. Wir können so bis 2035 eine Million Bäume pflanzen. Damit bringen wir den Streuobstanbau in ganz Bayern voran." Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, betonte in ihrer Begrüßung: „Der Bezirk Mittelfranken widmet sich seit langem dem Erhalt unserer Kulturlandschaft und der so wichtigen Streuobstbestände.“ Seit 36 Jahren bestehe der Landschaftspflegeverband Mittelfranken, den der Bezirk mit jährlich 300.000 Euro unterstütze. „Wenn seit 1965 rund 70 Prozent der Streuobstbestände in Bayern verschwunden sind, dann wären es noch mehr, wenn nicht der Landschaftspflegeverband über 75000 Obstbäume allein in Mittelfranken neu gepflanzt hätte“, so Christa Naaß. 

Unser Bild (Quelle: Stefan Maul, Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf) zeigt Minister Thorsten Glauber mit den Streuobstmanagerinnen und Streuobstmanagern. Links im Bild: Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, Bezirksrätin Ingrid Malecha, Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, sowie Anna Sauber, die Apfelkönigin der Fränkischen Most-straße, dahinter Dr. Jürgen Ludwig, Landrat des Landkreises Ansbach. Rechts im Bild: Dr. Norbert Schäffer, der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Bayern.
 

25.10.2022

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