Bezirk Mittelfranken

Tag der Franken

2006 hat der Bayerische Landtag die Einführung eines „Tags der Franken“ beschlossen. Seitdem wird dieser Tag am ersten Juli-Wochenende gefeiert und abwechselnd von einem der drei fränkischen Bezirke ausgerichtet. Er soll die vielfältige Landschaft, Geschichte und Gegenwart der fränkischen Region deutlich machen und das Bewusstsein für das innovative Potenzial Frankens stärken.

Das Datum wurde gewählt, weil am gleichen Tag des Jahres 1500 auf dem Reichstag zu Augsburg das damalige Heilige Römische Reich Deutscher Nation zur besseren Wahrung des Landfriedens in zehn Kreise eingeteilt wurde. Hier entstand auch der „Fränkische Reichskreis“, der bis 1806 Bestand hatte und die Zusammengehörigkeit der Franken erstmals institutionell verwirklichte.

Der Bezirk Mittelfranken hat den „Tag der Franken“ bislang sechs Mal ausgerichtet und dem Festtag jeweils unter ein Motto gestellt:

  • 2006, Nürnberg: 200 Jahre Franken in Bayern
  • 2009, Bad Windsheim, Fränkisches Freilandmuseum: Franken in Europa, Europa in Franken
  • 2012, Schwabach: Frauen in Franken
  • 2015, Erlangen: Fremde in Franken
  • 2018, Ansbach: Essen in Franken
  • 2023, Bad Windsheim: Jung in Franken

Tag der Franken am 5. Juli 2026 in Treuchtlingen

Der Bezirk Mittelfranken übernimmt für 2026 wieder die Organisation für den Tag der Franken, der am 5. Juli 2026 in Treuchtlingen stattfindet. Er wird in Kooperation mit der Stadt Treuchtlingen, im südlichen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, veranstaltet. Malerisch im Naturpark Altmühltal gelegen, unweit des Fränkischen Seenlandes und des Geoparks Ries, verfügt Treuchtlingen über Zugänge zu drei abwechslungsreichen Natur- und Kulturlandschaften. 

Damit stellt Treuchtlingen den idealen Ort dar, um das geplante Tag-der-Franken-Motto für 2026 aufzugreifen: Kulturlandschaften. Sie sind von Menschen geprägte und geformte Landschaften, die stetigem Wandel unterliegen. Ihnen kommen sowohl landschaftsökologische als auch menschenbezogene Funktionen zu. Damit sind Kulturlandschaften auch Identifikationsräume und Bezugspunkte für ein Heimatgefühl. Die Vielfalt dieser einzigartigen schützenswerten Kulturräume in Mittelfranken soll daher in den Fokus gerückt werden, ebenso ihre Akteure und Besonderheiten. 

Erlebnistour: Von Karpfen, Kirschen und wilden Pferden – ein Streifzug durch die mittelfränkische Kulturlandschaft

Am Samstag, den 18. April 2026, findet unter dem Titel „Von Karpfen, Kirschen und wilden Pferden“ die dritte und letzte Rundfahrt zu den mittelfränkischen Kulturlandschaften statt.

Startpunkt ist um 9:30 Uhr am Hauptbahnhof Nürnberg (Südausgang). Von dort aus geht es zunächst durch das Knoblauchsland, eines der größten stadtnahen Gemüseanbaugebiete Deutschlands, Richtung Kalchreuth. Bei einem informativen Spaziergang durch die blühenden Kirschgärten werden wir allerlei Wissenswertes zu Tradition, Besonderheiten und Vielfalt der Kirschen erfahren. Im Anschluss gibt es bei einer kleinen Brotzeit vor Ort natürlich auch die ein oder andere Kostprobe der regionalen Kirschleckereien.

Nach der Stärkung geht es weiter nach Erlangen-Tennenlohe zu den Wildpferden. Die Gebietsbetreuerinnen des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken stellen uns die seltenen Przewalski-Pferde vor. Auf einem Rundgang sehen wir, wie die vierbeinigen Landschaftspfleger dazu beitragen, die „Fränkische Wüste“ zu erhalten.

Weniger „trocken“ wird es beim letzten Exkursionspunkt: Rund um das Vogelschutzgebiet „Weihergebiet bei Mohrhof“ gibt es viel Spannendes über den blauen Moorfrosch, die Vielfalt der Zugvögel, selten gewordene Feuchtlebensräume und die traditionelle Teichwirtschaft in Mittelfranken zu entdecken. Als Gegenstück zu den Wildpferden auf Sand machen wir noch einen kurzen Abstecher zu einer Herde Camargue-Pferde. Die kleine, robuste Pferderasse, die aus dem Rhône-Delta in Südfrankreich bekannt ist, kommt bestens mit den feuchten, sumpfigen Flächen rund um die Weiher zurecht.

Den Abschluss des Tages bildet die Einkehr ins Gasthaus Jägersruh in Heßdorf – natürlich gerne mit einem regionalen Karpfengericht aus dem nahegelegenen Weihergebiet.

Die Veranstaltung endet gegen 19 Uhr am Ausgangspunkt in Nürnberg. Für diejenigen, die nicht am gemeinsamen Abendessen teilnehmen möchten, besteht die Möglichkeit eines Bustransfers zum Bahnhof Erlangen (gegen 17 Uhr) mit anschließender individueller Weiterreise. 

Für die Tour fällt ein Unkostenbeitrag von 15 Euro pro Person an, der vor Abfahrt in bar eingesammelt wird. Darin enthalten sind die Busfahrt zu den Stationen, sämtliche Eintritte und eine Mittagsverpflegung.

Interessierte können sich unter diesem Anmeldelink oder per E-Mail an tagderfranken(at)bezirk-mittelfranken.de verbindlich bis zum 8. April 2026 anmelden – die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung nach dem 8. April 2026 besteht nicht. 
Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk und wetterangemessene Kleidung.

Liedwettbewerb:

Mittelfranken-Strophe für das Frankenlied gesucht!

Das »Lied der Franken« bzw. »Frankenlied« ist weithin bekannt. Ursprünglich war es ein Gedicht des Schriftstellers und Dichters Joseph Victor von Scheffel (1826–1886). Er verfasste es 1859 unter dem Titel »Lied fahrender Schüler« und verarbeitete darin seine Empfindungen und Eindrücke, die er in der Gegend um Kloster Banz und Bad Staffelstein gewonnen hatte.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich in den sechs originalen Versen Besonderheiten Ober- und Unterfrankens widerspiegeln. Sie stellen eine Hommage an die Landschaft und Region rund um den Staffelberg dar, was erklärt, warum die mittelfränkischen Regionen unerwähnt bleiben. Seit der 1861 erfolgten Veröffentlichung mit Melodie stieg das »Lied fahrender Schüler« zur Hymne der Franken auf.

Nicht nur zu generations- und gesellschaftsübergreifenden Anlässen wird es von den unterschiedlichsten Akteuren nach wie vor angestimmt, sondern auch von der Festgemeinde, die sich seit 2006 jährlich in einem der drei fränkischen Regierungsbezirke zum »Tag der Franken« versammelt. Den »Tag der Franken 2026« nimmt sich der Bezirk Mittelfranken auch zum Anlass, erst- und einmalig einen Wettbewerb zu initiieren. Dabei soll nun eine neue Strophe der Frankenhymne entstehen, die Mittelfranken im Rahmen des bestehenden Liedes gebührend würdigt.

Was suchen wir?

Wir suchen eine neue Textstrophe für das »Frankenlied«, die auch Mittelfranken repräsentiert – keine Melodie! Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, sind eingeladen, in die Rolle eines Dichters zu schlüpfen. Benennen Sie Besonderheiten der mittelfränkischen Regionen: Kultur, Landschaft, Personen, Wirtschaft/Industrie. Was macht Mittelfranken aus?

Diese Eindrücke und Empfindungen lassen Sie anschließend in eine Textstrophe fließen, die den Stil und die Melodie des »Frankenliedes« aufgreift. Das heißt, es werden acht Zeilen im Kreuzreimschema benötigt, wobei die achte Zeile nach »valeri, valera, valeri, valera« in der zehnten Zeile nochmal wiederholt wird. Die genauen Teilnahmebedingungen für den Wettbewerb finden Sie hier: Teilnahmebedingungen.

Wie kann man mitmachen?

Wenn Sie die Teilnahmebedingungen gelesen haben, füllen Sie entweder das Anmeldeformular für Einzelpersonen oder das Anmeldeformular für Gruppen aus und schicken es bis zum 31. Januar 2026 an die E-Mail-Adresse tagderfranken(at)bezirk-mittelfranken.de oder per Post an Bezirk Mittelfranken, Kulturreferat, Danziger Straße 5, 91522 Ansbach zurück. Bei minderjährigen Teilnehmern benötigen wir zudem die ausgefüllte Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten oder gesetzlichen Vertreter.

Der Bezirk Mittelfranken wünscht Ihnen viel Erfolg!

Kontakt

Ihr Ansprechpartner:

Bezirk Mittelfranken
Kulturreferat / Bezirksheimatpflege
Danziger Straße 5
91522 Ansbach

Tel.  0981 / 4664 - 50002 / - 50005
Fax. 0981 / 4664 - 50199

tagderfranken(at)bezirk-mittelfranken.de

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