Bezirk Mittelfranken

Bezirksheimatpflege

Die Bezirksheimatpflege beschäftigt sich mit Kunst und Kultur, Denkmalpflege, Museologie, Volkskunde, Archäologie (Bodendenkmalpflege) sowie der Bewahrung und Pflege des historischen Kulturerbes.

Die Bezirksheimatpflegerin berät und unterstützt die Stadt- und Kreisheimatpflegerinnen und - pfleger, Kultur-, Geschichts- und Heimatvereine sowie Museen und Denkmalbesitzer. Mit der Denkmalprämierung werden alljährlich herausragende Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen ausgezeichnet. Mit Vorträgen, Tagungen und Publikationen wird regionales Kulturgut verbreitet. 

Filmseminar "Ich klage an" (1941) – Propaganda für den Krankenmord im Spielfilm der NS-Zeit

Montag, 26. Juli 2021, 20 Uhr

Mit dem Spielfilm „Ich klage an“ (Regie: Wolfgang Liebeneiner, 1941) trug das NS-Regime die Idee der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, die in den systematischen Mord von kranken und behinderten Menschen mündete, propagandistisch in die Bevölkerung.

Haupt- und Nebenhandlung des geschickt inszenierten Films werben für die NS-Ideologie, ohne diese explizit zu erwähnen.

Im Seminar wird der Film gezeigt, kritisch gerahmt und in seiner Machart analysiert.

  • Referent: Prof. Dr. Karl-Heinz Leven (Direktor Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Ort: Lamm-Lichtspiele, Hauptstraße 86, Erlangen
  • Eintritt: 5,- Euro

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Friedrich-Murnau-Stiftung und den Lamm-Lichtspielen Erlangen statt.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor der Veranstaltung erforderlich! Anmeldung unter bezirksheimatpflege(at)bezirk-mittelfranken.de.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen rund um die "NS-„Euthanasie“ in denmittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten" finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Heilen und Vernichten – Die Heil- und Pflegeanstalt Ansbach im Nationalsozialismus

Rundgänge über das Gelände des Bezirksklinikums Ansbach

Die 1902 in Ansbach eröffnete „Kreisirrenanstalt“ wurde zur Heilung und Pflege von Menschen mit psychischer Erkrankung errichtet. Im Nationalsozialismus wurde die damalige „Heil- und Pflegeanstalt“ zum Ort des Mordens. Fast 900 Pfleglinge wurden im Rahmen der Aktion „T4“ in Tötungsanstalten gebracht und dort vergast, hunderte von PatientInnen wurden in der Anstalt durch Nahrungsentzug, Medikamentengabe und mangelnde Pflege getötet. Dazu fanden über 150 Kinder in der 1942 eingerichteten „Kinderfachabteilung“ den Tod. Der Rundgang beleuchtet die Zeit der Anstalt im Nationalsozialismus und gibt Einblicke in die Psychatriegeschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und in die Lebenswelt der Pfleglinge. Die Referentin, Katrin Kasparek, forscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bezirksheimatpflege des Bezirks Mittelfranken zur Geschichte des Bezirks im Nationalsozialismus und zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Ansbach. Die Rundgänge finden statt am Sonntag, den 1. August 2021 um 11 und 14 Uhr. Treffpunkt ist die Pforte des Bezirksklinikums Ansbach, Feuchtwanger Straße 38, Ansbach. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor der Veranstaltung unter bezirksheimatpflege(at)bezirk-mittelfranken.de oder telefonisch unter 0981-4664 50002 erforderlich.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen rund um die "NS-„Euthanasie“ in denmittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten" finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Bildband zur Denkmalprämierung

Auch dieses Jahr müssen leider die Ehrungsfeiern der Denkmalprämierung des Bezirks Mittelfranken ausfallen. Im dazu erschienenen Buchband werden die herausragenden Leistungen der Denkmalpflege in Mittelfranken aber trotzdem gebührend gewürdigt. Darin werden 39 ausgewählte Objekte beschrieben, die aus denkmalpflegerischer Sicht besonders vorbildlich saniert und instandgesetzt wurden. Darunter befinden sich etwa prächtige Stadthäuser, einfache Wohnstallhäuser, ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und sogar bekannte Objekte, wie das „Plärrer-Hochhaus“ in Nürnberg.

Der Band „Denkmalpflege in Mittelfranken 2020“ ist zum Preis von 15 Euro plus Porto bei der Bezirksheimatpflege erhältlich. Kontakt: bezirksheimatpflege(at)bezirk-mittelfranken.de oder 0981/4664-50002.

Kleiner Reiseführer auf den Spuren des Limes 

Mit der neuen Publikation „Limes. Land und Leute“ erhalten die Leserinnen und Leser interessante Einblicke in das zivile und militärische Leben sowie über die Forschungen am Limes, die Fachleute bereits seit über 500 Jahren betreiben. Das Gemeinschaftswerk der Limesfachberatung des Bezirks Mittelfranken und des Limeseums in Ruffenhofen ist auch eine Art kleiner Reiseführer, der gezielt zu sehenswerten und interessanten Stellen entlang des Obergermanischen-Raetischen Limes in der Region führt. Etwa 130 Abbildungen veranschaulichen beispielsweise die einzelnen Kastellstandorte. Eingangs erzählt Patreius, Soldat einer Hilfstruppeneinheit, über sein fiktives Leben am Limes, warum er in die römische Armee eingetreten ist, über seine langen Märsche mit schwerer Ausrüstung und wie er sich sein Leben nach der Militärzeit erträumt. Dass Patreius im Kastell Gnotzheim stationiert war, ist bekannt durch ein Stück Metall, in das sein Name eingestanzt ist. Zu den Autoren zählen die Limesfachberaterin des Bezirks Mittelfranken, Andrea May M.A. und der Leiter des Limeseums Ruffenhofen, Dr. Matthias Pausch.

Das Büchlein ist ab Mai 2021 zum Vorzugspreis von zehn Euro (plus Porto) beim Bezirk Mittelfranken, Telefonnummer 0981/4664-50002, oder im Limeseum im Römerpark Ruffenhofen, Telefon 09854/9799242, erhältlich, auch im Buchhandel ist es zu beziehen, dann zum Preis von 12 Euro, ISBN: 978-3-96176-147-0.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner:

Bezirk Mittelfranken
Kulturreferat / Bezirksheimatpflege
Danziger Straße 5
91522 Ansbach

Tel.  0981 / 4664 - 50002 / - 50005
Fax. 0981 / 4664 - 50199

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