ANSBACH – Der Bezirk Mittelfranken erweitert seine kulturelle Infrastruktur: Das POP-UP! Mobil ist fertiggestellt, technisch ausgestattet und ab sofort im gesamten Bezirk im Einsatz. Mit diesem Projekt stärkt der Bezirk Mittelfranken gezielt die Kulturarbeit im ländlichen Raum – flexibel, kooperativ und zukunftsorientiert. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch starke finanzielle Förderung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat. Diese Unterstützung bildet das Fundament für ein Projekt, das weit über ein einzelnes Fahrzeug hinausgeht: Es steht für ein strategisches Bekenntnis des Bezirks Mittelfranken zu nachhaltiger, dialogorientierter Kulturentwicklung in der Fläche.
Das POP-UP! Mobil des Bezirks Mittelfranken ist kein klassisches Veranstaltungsfahrzeug mit festem Programm. Es wurde als mobiles Werkzeug konzipiert – als Infrastruktur, die Zusammenarbeit ermöglicht. Ziel ist es, kulturelle Prozesse gemeinsam mit Menschen vor Ort zu entwickeln, statt Angebote lediglich bereitzustellen. Das Fahrzeug bringt Technik, Fachwissen und Beratung direkt in Städte, Märkte und Gemeinden. Es schafft temporäre Räume für Austausch, Beteiligung und kreative Produktion – dort, wo kulturelle Infrastruktur ergänzt oder neu angestoßen werden soll. Ob auf einem Marktplatz, an einer Schule, bei einem Festival oder im Rahmen einer kommunalen Initiative: Das POP-UP! Mobil unterstützt lokale Akteurinnen und Akteure dabei, eigene Ideen umzusetzen.
Workshops, Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen oder Beratungsangebote sind ebenso möglich wie neue, experimentelle Formate bis hin zu Gaming-Veranstaltungen. Für den Bezirk Mittelfranken steht dabei nicht das einzelne Event im Vordergrund, sondern der nachhaltige Impuls für regionale Netzwerke und Strukturen.
Im POP-UP! Mobil bündeln sich verschiedene Fachbereiche des Bezirks Mittelfranken. Mit an Bord sind unter anderem die Popularmusikberatung, die Medienfachberatung, die Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, der Bezirksjugendring und viele Weitere. Durch diese enge Verzahnung entstehen neue Synergien. Fachstellen des Bezirks Mittelfranken werden mobil und damit unmittelbar zugänglich. Kommunen, Vereine, Schulen und Initiativen profitieren von kurzen Abstimmungswegen und einem Angebot, das sich an konkreten Bedarfen orientiert. Der Bezirk Mittelfranken versteht Kultur dabei als Gemeinschaftsaufgabe – offen, dialogorientiert und nah an den Menschen in der Region.
Technisch ist das POP-UP! Mobil vielseitig ausgelegt. Es kann als mobiles Beratungsbüro, als digitales Produktionsstudio oder Tonstudio genutzt werden, ebenso als kleines Kino. Eine ausklappbare Bühne erweitert den Aktionsraum und schafft Sichtbarkeit. Leistungsstarke Akkus ermöglichen Veranstaltungen auch dort, wo keine feste Infrastruktur vorhanden ist. Die modulare Ausstattung erlaubt es, Technik und Setting flexibel an unterschiedliche Anforderungen anzupassen – vom kompakten Workshop - Format bis zur öffentlichen Präsentation. Technik wird hier bewusst als Mittel verstanden, um kulturelle Ideen praktisch realisierbar zu machen. Bei Planung und Ausbau legte der Bezirk Mittelfranken großen Wert auf eine möglichst barrierearme Gestaltung. Eine befahrbare Heckrampe erleichtert Menschen mit Mobilitätseinschränkungen den Zugang, eine mobile Induktionsschleife unterstützt Besuchende mit Hörbeeinträchtigungen. Damit unterstreicht der Bezirk Mittelfranken seinen Anspruch, Kultur inklusiv und möglichst niedrigschwellig zugänglich zu gestalten. Gleichzeitig bleibt das Projekt offen für Weiterentwicklungen – etwa hybride Veranstaltungsformate oder neue partizipative Ansätze.
Mit der Einsatzbereitschaft des POP-UP! Mobils startet der Bezirk Mittelfranken in eine neue Phase kooperativer Kulturarbeit mit Kommunen, Bildungseinrichtungen, Veranstalterinnen und Veranstaltern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Seinen ersten öffentlichen Einsatz hat das POP-UP! Mobil vom 4. bis 8. März 2026 auf der Freizeitmesse („Freizeit, Touristik & Garten“) im Messezentrum in Nürnberg. In Halle 7 öffnet es seine Türen für alle Besucherinnen und Besucher, die sich ein eigenes Bild von der Idee, der Ausstattung und den vielfältigen Möglichkeiten machen möchten. Damit beginnt offiziell die praktische Phase eines innovativen Projekts, das den Fokus auf Dialog und Zusammenarbeit setzt.
