HAPPURG – Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster überreichte kürzlich einen Förderbescheid zur Förderung der Denkmalpflege in Höhe von 15.000 Euro an die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Happurg. Diese sanierte zwischen Januar 2020 und Juni 2024 die dortige St. Georgskirche mit Kosten in Höhe von über 1,2 Millionen Euro. Vor der Sanierung wiesen Teile des Dachstuhls von Langhaus, Chor und Turm starke Schädigungen, statische und konstruktive Unzulänglichkeiten und zum Teil vollständige Zerstörung auf, sodass die Sicherheit nicht mehr gegeben war.
Die St. Georgskirche wurde in den Jahren 1058/59 durch Bischof Gundekar von Eichstätt geweiht. Ihr Grundriss mit Langhaus, Chor in 5/8 Polygonalabschluss mit außen angesetzten Strebepfeilern und einem im südlichen Winkel angesetzten Turm stammt vermutlich aus dem späten 14. Jahrhundert. Die heutige Baugestalt geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Mit einer gewölbten Holztonne erzielte man eine großzügigere Raumwirkung und ermöglichte eine zweite Empore. Dort findet man eine Strebel-Orgel des ausgehenden 19. Jahrhundert vor. Der Dachstuhl beherbergt ein Fledermaussommerquartier der Großen Mausohren mit über 1.800 Wochenstubentieren.
